2 Kommentare

  1. Ich finde es toll, das Ihr Euch der Faro-Konvention in einem Video angenommen habt! Denn die kennt bis jetzt ja kaum jemand …
    Allerdings erscheint mir Eure Lesart der Konvention sehr brav. Ich denke, da steckt viel mehr Zündstoff drin. Schon die Definition löst das Konzept des kulturellen Erbes komplett aus der (bisherigen) Verfügung von Experten, sondern es sind fluide und arbiträre heritage communities, die ihr (gleichwertiges und verbindliches) Kulturerbe definieren. Experten und die bisherige Denkmalbürokratie spielen in der gesamten Konvention überhaupt eine sehr nachgeordnete Rolle. Das wird fast noch deutlicher, wenn man auch die Erläuterungen zu den einzelnen Artikeln liest.
    Auch der Verweis auf das Recht auf kulturelle Teilhabe – zumal in der Präambel auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verwiesen wird – ist in Verbindung mit dem Hinweis reichlich brisant, dass das Kulturerbe einer heritage community unabhängig vom Besitz sei. Damit entsteht nämlich eine massive Spannung mit dem Eigentumsrecht, wenn es um Fragen der Zugänglichkeit geht. In vielen Fällen lässt die sich nämlich nicht durch digitale Substitute ersetzen, sondern wird konkret am Ort eingefordert. Von der Frage von Eintritsgeldern ganz zu schweigen …
    Kurz und gut: Tolles Thema, gutes Video, aber das geht noch deutlich anarchischer 😉
    Herzliche Grüße
    Thomas

    • Lieber Thomas!
      das stimmt..Wir fanden die Konvention spannend und wollten erstmal einen Einstieg für mehr Menschen schaffen..die Diskussion in Richtung Anarchismen haben hier von unserer Seite von nicht wirklich stattgefunden. Manchmal ist der Spagat zwischen informieren und scharf debattieren schwierig einzuhalten. danke für deine Anmerkungen 😉

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