Anarchismus und A(na)rchäologie

anarchiebild
[Gesamt:2    Durchschnitt: 5/5]

Der Anarchismus in A(na)rchäologie

 

Wir wurden in letzter Zeit oft gefragt, was genau nun die anarchistischen Ansätze bei unserem Verständnis von Archäologie sind?

Wir denken, diese Fragen benötigt eine Antwort. Unser Anliegen war und ist Vorurteile und Klischees über Archäologie zu entwirren und Allen, die es wollen, die Möglichkeit zu bieten durch unserer Basis-Wissen Archäologie Videos und Artikel einen besseren Einblick und Überblick zu archäologischen Themen zu gewinnen.
Offenbar soll(t)en wir das auch  in der Zukunft zum großen Feld der Anarchie tun.

Was verstehen wir unter Anarchie? Entgegen aller möglichen Klischees geht es AnarchistInnen nicht darum, die Welt ins Chaos zu stürzen und alles anzuzünden.

Das gemeinsames Ziel ist eine Gesellschaft, die auf der Freiheit des Individuums fußt, sowie auf sozialer Gleichberechtigung.

AnarchistInnen fordern eine herrschaftsfreie Gesellschaft freier und gleichwertiger Menschen auf Basis von Kooperation,  in denen sich die Menschen selber organisieren!

Der Anarchismus ist kein starres Theoriegebilde.

Es gibt verschiedene Vorschläge/ Ideen und Strategien für seine Durchsetzung.  Ebenfalls gibt es verschiedene Antworten und Lösungsvorschläge auf Fragen der Vergangenheit, der Gegenwart und für die Zukunft, die sich in den unterschiedlichen Richtungen äußern. Z.b: gibt es den Individual-Anarchismus; den Sozial Anarchismus; den Kollektivistischen Anarchismus, den Kommunistischen Anarchismus; den Anarcho-Syndikalismus, den Anarchofeminismus, den Anarcho-Kapitalismus und viele weitere.
Die produzierten Reichtümer sollten nicht nur einigen wenigen zu Gute kommen, sondern allen.

Ersetzten bzw. verändern wir das Wort „Reichtümer“ in Wissen, dann wird vielleicht klarer, worum es uns in Bezug auf die Archäologie geht. ( Obwohl Wissen natürlich ein Reichtum ist !)

Wir lieben unser Fach, aber es ist verbesserungswürdig. Das gilt sowohl für die Kommunikation an Externe, sowie die Solidarität und den Austausch intern.

Wir wollen nicht, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nur von Universitäten an die Öffentlichkeit getragen werden und dieser Öffentlichkeit bestimmte Skills fehlen um die weitergeleiteten Informationen nicht bloß zu konsumieren – sie soll bitteschön partizipieren können und dürfen.

Ihr, die Öffentlichkeit dürft und sollt euer Interesse an Wissenschaft mit ausleben dürfen. Am allerliebsten mit den WissenschaftlerInnen zusammen ( P.S: Da gibt es schon einige schöne Programme!).

Denn am Ende vom Tag, geht uns die Wissenschaft ALLE etwas an- gleiches gilt für die Archäologie.

Warum jetzt nochmal dieses Anarchaeologieprojekt?

Weil wir anarchistische Vorstellungen nicht nur für umsetzbar, sondern eine anarchistische Gesellschaft auch für erstrebenswert halten.

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, prüfen wir bisher inhaltlich auf Anacrhaeologie.de keine anarchistische Ideen in Bezug auf die Archäologie. Bisher und wohl auch noch eine Weile, werden wir die Strukturen (innere und äußere) unseres Faches versuchen mitzugestalten und so zu verändern, wie oben beschrieben.

Nee, wir glauben nicht, dass wir das alleine schaffen.

Aber das müssen wir gar nicht, wir sind viele und es ändert sich bereits extrem viel! Und nein, dass ist nicht unser alleiniger Verdienst, aber wenn wir mit daran teilhaben durften, dann sind wir schon sehr zufrieden.

 

Viel Spaß beim stöbern auf unserer Seite!

Wer noch mehr zum Thema Anarchismus lesen mag sollte hier klicken.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*