Anarchismus und A(na)rchäologie

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Der Anarchismus in der A(na)rchäologie

 

Wir wurden in letzter Zeit oft gefragt, was genau nun die anarchistischen Ansätze bei unserem Verständnis von Archäologie und unserer Website sind?

Wir denken, diese Fragen benötigen eine Antwort. Unser Anliegen war und ist Vorurteile und Klischees über Archäologie zu entwirren und Alle die Möglichkeit zu bieten durch unserer Basis-Wissen Archäologie Videos und Artikel einen möglichst barrierefreien Einblick und Überblick zu archäologischen Themen zu gewinnen.
Offenbar soll(t)en wir das auch  in der Zukunft auch mit dem  großen Feld der Anarchie tun.

Was verstehen wir unter Anarchie? Entgegen bestehender Klischees geht es AnarchistInnen nicht darum, die Welt ins Chaos zu stürzen und Alles und Jeden anzuzünden.

Das gemeinsames Ziel ist eine Gesellschaft, die auf der Freiheit des Individuums und auf sozialer Gleichberechtigung fußt.

AnarchistInnen fordern eine herrschaftsfreie Gesellschaft von freien und gleichwertigen Menschen. Diese soll auf der Basis von Kooperation,  in denen sich die Menschen selber organisieren, stattfinden!

Der Anarchismus ist kein starre Theorie.

Es gibt verschiedene Vorschläge, Ideen und Strategien für seine Durchsetzung.  Innerhalb dieser existieren verschiedene  Antworten und Lösungsvorschläge auf Fragen der Vergangenheit, der Gegenwart und für die Zukunft, die sich in den unterschiedlichen Richtungen äußern. Z.b: gibt es den Individual-Anarchismus; den Sozial Anarchismus; den Kollektivistischen Anarchismus, den Kommunistischen Anarchismus; den Anarcho-Syndikalismus, den Anarchafeminismus, den Anarcho-Kapitalismus und viele weitere.
Die produzierten Reichtümer sollten nicht nur einigen wenigen zu Gute kommen, sondern allen.

Ersetzten bzw. verändern wir das Wort „Reichtümer“ in Wissen, dann wird vielleicht klarer, worum es uns in Bezug auf die Archäologie geht. ( Obwohl Wissen natürlich ein Reichtum ist !)

Wir lieben unser Fach, aber es ist verbesserungswürdig. Das gilt sowohl für die Kommunikation an Externe, sowie die Solidarität und den Austausch intern.

Wir wollen nicht, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nur von Universitäten an die Öffentlichkeit getragen werden und diese als bloße Konsumenten der Kulturprodukte wahrgenommen werden. „Die“ Öffentlichkeit braucht bestimmte Skills um partizipieren zu können, genauso braucht „die“ Archäologie ein breites Umdenken um „die“ Öffentlichkeit in ihrer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen und auf die verschiedenen Bedürfnisse und Interesse einzugehen.

Ihr, die Öffentlichkeit, dürft und sollt euer Interesse an Wissenschaft mit ausleben dürfen. Am allerliebsten mit den WissenschaftlerInnen zusammen ( P.S: Da gibt es schon einige schöne Programme!).

Ihr, die Archäologen, braucht den Austausch und Kontakt mit allen Interessensgruppen rund um unser Fachgebiet.

Denn am Ende vom Tag, geht uns die Wissenschaft ALLE etwas an- gleiches gilt für die Archäologie.

Warum jetzt nochmal dieses Anarchaeologieprojekt?

Weil wir anarchistische Vorstellungen nicht nur für umsetzbar, sondern eine anarchistische Gesellschaft auch für erstrebenswert halten.

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, prüfen wir bisher inhaltlich auf Anarchaeologie.de keine anarchistische Ideen in Bezug auf die Archäologie. Bisher und wohl in näherer Zukunft, werden wir die Strukturen (innere und äußere) unseres Faches versuchen mitzugestalten und so zu ändern, wie oben kurz umrissen.

Nee, wir glauben nicht, dass wir das alleine schaffen.

Aber das müssen wir gar nicht! Wir sind viele und es ändert sich bereits extrem viel! Und nein, dass ist nicht unser alleiniger Verdienst, aber wenn wir mit daran teilhaben durften/ dürfen, dann sind wir schon sehr zufrieden.

 

Viel Spaß beim stöbern auf unserer Seite!

Wer noch mehr zum Thema Anarchismus lesen mag sollte hier klicken.

oder hier .

Wem das alles nichts zusagt und wer sich richtig in die Anarchismen einlesen möchte sollte die anarchistische Bibliothek besuchen.

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