Archaeology and Motherhood

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[English below]

Der Stellenwert von Mutterschaft ist in jeder Epoche anders und vom Zeitgeist der jeweiligen Gesellschaft abhängig. Mutterschaft kann eine große Veränderung der Identität mit sich bringen. Dabei sollte Mutterschaft nicht mit Elternschaft gleichgesetzt werden. Außerdem gab und gibt es auch schon immer biologisch weibliche Menschen, die aus verschiedenen Gründen keine Kinder bekommen.

Doch wie lässt sich biologische Mutterschaft archäologisch nachweisen?

Zum Beispiel in Bestattungen:

(1) Anhand der Beckenknochen kann man teilweise erkennen, ob eine Person entbunden hat
(2) Bestattungen von schwangeren Menschen
(3) Biologische Verwandtschaft durch DNA-Analyse und Haplogruppen.

Was können wir herausfinden?
Durchschnittsalter der Mütter, Sterblichkeit während der Schwangerschaft durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Mutter und die Rolle der Mutterschaft in einer Gesellschaft!

Auch viele der paläolithischen Figuren werden als „fruchtbar“ und schwanger beschrieben!
Sie werden mit dicken Bäuchen, vorstehenden Hüften, ausladenden Hintern, großen Brüsten und einer betonten Vulva dargestellt! Aber eigentlich sind das alles nur Hinweise auf einen anatomisch weiblichen Körper – aber ein ausreichendes Indiz für eine Schwangerschaft könnte ein runder Bauch mit angehobenem Bauchnabel sein!

Mutterschaft als Archäolog:in
Oft nimmt die Ungleichbehandlung von weiblich gelesenen Menschen zu, wenn Kinder geboren werden. Gerade in der Archäologie wird oft verlangt, sein:ihr ganzes Leben dem Beruf zu widmen. In unserer patriarchalischen Gesellschaft ist dies oft nur Männern vorbehalten. Sorgearbeit wird oft unsichtbar gemacht und selten von cis Männern übernommen. Deshalb müssen wir das Patriarchat abschaffen und dafür sorgen, dass Kinderbetreuung, Pflege- und Sorgearbeit von allen Menschen gleichermaßen geleistet wird! – so wie in der Vorgeschichte?

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Credits

CIVIS Summer School
”Interdisciplinary approaches to Gender Archaeology“
And among others the presentations of
Paloma González MarcénPaula Jardón Giner
Margherita Mussi
Katharina Rebay-Salisbury

[English version]

The value of motherhood is different in every time period!

Motherhood should not be confused with parenting!
Motherhood can be a big identity change!
But there were also many women who did not have children for many reasons!

Many of the paleolithic figurines are described as fertile and pregnant!

They are depicted, with thick bellys, protruding hips, protruding butts, large breasts and an accentuated vulva!
In fact, these are all just indications of an anatomically female body –
but a Sufficient evidence for pregnancy could be a round belly with lifted belly button!


Often the unequal treatment of women increases when they become mothers.

Especially in archaeology it is often required to dedicate one’s whole life to the profession. In our patriarchal society this is often reserved for men only. That is why we must destroy patriarchy and ensure that child care and care work in general is performed equally by all people! – like in prehistory?

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